Womöglich hat sich eine Autofahrerin gefühlt, als ob sie wie auf Schienen fahren würde. Tat sie auch! Am späten Dienstagabend donnerte die offenbar leicht alkoholisierte Dame im Prenzlauer Berg in Gleisbett der Straßenbahn.
An der Kreuzung Wisbyer Straße / Prenzlauer Allee hatte sie mit ihrem Toyota die richtige Fahrbahn verfehlt. Die Polizei brachte sie nach dem abrupten Ende dieser „Spritztour“ zur Blutentnahme auf eine Gefangenensammelstelle.
Die Berliner Feuerwehr hatte gemeinsam mit der BVG gut zu tun, den Pkw aus den Gleisen zu bergen.
Der Straßenbahnverkehr war über 60 Minuten eingeschränkt. Fahrgäste in einer Straßenbahn mussten während der kompletten Bergungsarbeiten im Zug ausharren.
Gefährliche „Seefahrt“ in Treptow
Am anderen Ende der Stadt hielt ein anderer Nachtschwärmer die Polizei auf Trab. Er dümpelte in einem unbeleuchteten Schlauchboot mitten in der Nacht auf der Spree. Auch beim ihm war Alkohol im Spiel.
Zwei Freunde des Freizeitkapitäns hatten sich bei der Polizei gemeldet und die Beamten zur Bulgarischen Straße nach Alt-Treptow alarmiert: Ihr Kumpel würde ziemlich betrunken auf der Spree unterwegs sein. Erst kürzlich wäre er aus seinem Boot gefallen und nur mit Mühe wieder hineingeklettert.

Die Männer hatten selber in einem Boot nach dem Vermissten gesucht, machten sich Sorgen, dass ihr Bekannter in der Nacht vielleicht von einem größeren Schiff überfahren werden könnte.
Die zusätzlich alarmierte Wasserschutzpolizei konnte den Mann in seinem Schlauchboot am Ufer der Oberspreestraße ausfindig machen. Dort wurde der pöbelnde „Seemann“ von Beamten an Land gegen 23.30 Uhr festgenommen.

