Sie ist ein Ärgernis und peinlich für den ganzen Bezirk: eine Baustelle in Berlin-Mariendorf erregt die Gemüter. Denn an der Baugrube an der Gersdorfstraße/Ecke Blumenweg tut sich seit mehr als neun Monaten schon nichts mehr!
Seitdem wird die bereits ausgehobene Baugrube höchstens als Müllgrube verwendet. Am Morgen staut sich der Verkehr in beiden Richtungen.

„Korrespondenz“ mit Senat wegen Baustelle in Mariendorf
Laut Angaben der Berliner Wasserbetriebe wurde im August 2022 eine Versackung dort festgestellt. „Ursache dafür ist ein Schaden an einem Kanal“, so Astrid Hackenesch-Rump, Pressesprecherin der Berliner Wasserbetriebe. „Daraus folgende Unterspülungen gefährden zudem die Standsicherheit eines Schachtes.“ Auch solle eine in der Nähe verlaufende Abwasserdruckleitung auf einer Länge von 40 Metern ausgetauscht werden. Die Arbeiten dafür sollen bis zu vier Monate dauern.
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Doch um arbeiten zu können, müsste die ausführende Firma der Wasserbetriebe erstmal dürfen. „Unsere bauausführende Firma hat Ende August 2022 einen Antrag auf verkehrsrechtliche Anordnung bei der entsprechenden Senatsverwaltung gestellt“, so Astrid Hackenesch-Rump. Seitdem „korrespondiere“ man mit der Verkehrsverwaltung zu den „Möglichkeiten einer Genehmigung“.
Deutsche Bahn baut parallel an der Attilastraße
Die Senatsverkehrsverwaltung reagierte auf Medienberichte und verwies auf eine andere Baustelle, die die Arbeiten in der Gersdorfstraße verzögere. Grund für die Verzögerung sei, dass die Deutsche Bahn in der Attilastraße wegen des Umbaus des S-Bahnhofs eine Baustelle mit Umleitung eingerichtet habe, bei der der Verkehr die gleichen Straßen beansprucht, die durch eine Umleitung weg von der Gersdorfstraße genutzt würden.
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Immerhin ist nun aber endlich Land in Sicht. „Mittlerweile gibt es einen von der Behörde avisierten Bauzeitraum, und wir klären gerade mit unserer Baufirma, ob der zu erfüllen ist“, so Pressesprecherin Astrid Hackenesch-Rump.

Mittlerweile ist zur Verkehrssicherheit auch schon eine Ampel installiert worden. Hackenesch-Rump bezeichnet dies als Zeichen des Optimismus in Sachen Baustelle Mariendorf. „Wenn denn die verkehrsrechtliche Anordnung da ist“, könne diese „gleich den Verkehr regeln“.
