Eine Person lebensgefährlich verletzt, zwei schwer, fünf leicht: Das sind die Zahlen des Schreckens, die die Feuerwehr von einem Einsatz in der Nacht vermelden muss. In der Neuköllner Karl-Marx-Straße hat wohl wieder der Feuerteufel zugeschlagen, der die Einwohner schon seit Monaten in Angst und Schrecken versetzt. Als drei Hausaufgänge in Flammen aufgingen, sprang eine Mieterin in Panik aus dem Fenster und wurde dabei schwer verletzt.
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Nur 170 Meter liegen zwischen den drei Brandorten in Berlin-Neukölln. Drei Hausnummern in einer Straße: 144, 156, 166 – alle auf derselben Seite der Karl-Marx-Straße. Neben dem Bäcker Thoben, dem Schuhgeschäft SchuhReich, einem Kinderparadies und einem Mobilfunkgeschäft.
#Brand im #Treppenhaus eines Wohnhauses in der #Kar_Marx_Str. in #Neukölln mit massiver Verrauchung. 1 Person aus dem Fenster gesprungen. 1 Person über Leiter gerettet. Insg. 8 verletzte Personen, 1x lebensgefährlich, 2x schwer, 5x leicht. Es waren 99 Einsatzkräften tätig.#EstuK pic.twitter.com/pe1YJub2NS
— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) March 25, 2022
Gleich drei Feuer in drei Hausaufgängen
Während die Familien in den Häusern am Freitagabend gemütlich vorm Fernseher saßen, schlug der gemeine Feuerteufel zu. Kurz nach 21 Uhr loderten Flammen, gegen 21.15 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Gleich drei Brände in und vor Hausaufgängen. In der Nummer 144 brannte ein Elektrorollstuhl, in der 156 Mülltonnen und in der 166 ein Kinderwagen.

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Schon bevor die Feuerwehr mit 99 Kräften am Einsatzort ankam, sprang eine Frau in Panik aus einem Fenster und wurde dabei schwer verletzt. Wohl nur dem schnellen Eingreifen eines Transporterfahrers ist es zu verdanken, dass es nicht noch schlimmer wurde. Er fuhr laut BZ mit seinem Fahrzeug nahe an die Hauswand, sodass Bewohner aus dem ersten Stock eines Hauses auf das Dach des Transporters klettern und sich so retten konnten.
Sieben Mieter wurden durch den Rauch vergiftet, zwei davon schwer
Die dann eintreffende Feuerwehr konnte die Brände rasch löschen. Doch besonders der Qualm, der beim Brand des Elektroakkus des Rollstuhls entstand, war gefährlich. Der giftige Qualm zog bis in die darüberliegenden Wohnungen, viele Bewohner konnten nicht mehr selbst fliehen, mussten von der Feuerwehr über Leitern oder mit Fluchthauben gerettet werden. Sieben Mieter wurden durch den Rauch vergiftet, zwei davon schwer. Die Karl-Marx-Straße war in der Nacht auf 400 Metern abgesperrt.

