Mehr Züge nach Köln

Neuer Fahrplan der Deutschen Bahn: Das ändert sich für Berliner!

Der Fahrplan der Deutschen Bahn wechselt sich im Dezember. Für Berliner gibt es gute Nachrichten: Der Fernverkehr wird ordentlich aufgestockt!

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Die Deutsche Bahn hat ihren neuen Fahrplan vorgestellt.
Die Deutsche Bahn hat ihren neuen Fahrplan vorgestellt.Emmanuele Contini/imago

Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn kommen im Dezember einige Verbesserungen auf die Fahrgäste zu. Vor allem auf den Strecken zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und München stockt der Konzern das Angebot im Fernverkehr auf, wie die Bahn mitteilt. Die schlechte Nachricht: An der chronischen Unzuverlässigkeit im Fernverkehr wird sich erst einmal nichts ändern. Außerdem müssen sich die Bahnkunden auf höhere Preise einstellen.

Die wichtigsten Fahrplanänderungen für Berliner

Fahrgäste von und nach Berlin dürfen sich über den neuen Fahrplan der Deutschen Bahn freuen! Der Fahrplan gilt ab 10. Dezember, der Ticketverkauf beginnt am 11. Oktober – auch für Fahrten in der Weihnachtszeit. Hier kommen die wichtigsten Änderungen im Detail:

Berlin–NRW: Gute Nachrichten: Mit einer zusätzlichen, zweistündlichen ICE-Linie zwischen Berlin und Köln über Wuppertal fährt künftig alle 30 Minuten ein Fernzug zwischen der Hauptstadt und Hannover! Das Sitzplatzangebot auf der Gesamtstrecke erhöht sich laut Bahn damit um 20 bis 25 Prozent.

Aufgrund der Extraverbindung wird die Zugteilung in Hamm auf der Strecke nur noch halb so oft notwendig. Zudem wird diese häufiger die neuen ICE-4-Züge betreffen, bei denen es weniger Kuppelprobleme geben soll als bei den älteren ICE 2.

Berlin–München: Es geht positiv weiter: Einen Halbstundentakt soll es ab Dezember auch zwischen Berlin und München geben! Die besonders schnelle Sprinter-Verbindung soll künftig einmal pro Stunde bedient werden. Dreimal am Tag pro Richtung fährt der Sprinter zudem ohne Halt zwischen Nürnberg und Berlin. Die Fahrzeit auf der Gesamtstrecke reduziert sich damit auf drei Stunden und 45 Minuten.

Nightjet Berlin–Brüssel–Paris: Ab Dezember betreiben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) eine Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Paris über Brüssel. Das Angebot gibt es zunächst dreimal pro Woche. Ab Oktober 2024 soll der sogenannte Nightjet dann täglich unterwegs sein.

In den Regionen: Neue Angebote wird es auch zwischen Leipzig, Jena und Nürnberg geben. Durch das Saaletal werden künftig fünf IC-Verbindungen pro Tag angeboten, hieß es. Bisher gab es jeweils nur eine Fahrt. Magdeburg bekommt erstmals eine Verbindung nach Hamburg sowie mehr Direktverbindungen nach Berlin und Rostock.

Werden die Preise steigen?

Der Fahrplanwechsel im Dezember bringt indes nicht nur mehr Angebot, sondern voraussichtlich auch höhere Preise im Fernverkehr für die Fahrgäste mit sich. „Natürlich müssen auch wir angesichts der allgemeinen Preisentwicklung über unsere Fahrpreise nachdenken“, erklärt der für den Fernverkehr verantwortliche Bahnvorstand Michael Peterson der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden die Fahrgäste dazu im Oktober rechtzeitig informieren.“

Bahnvorstand Michael Peterson gibt zu: Die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn wird ein Problem bleiben.
Bahnvorstand Michael Peterson gibt zu: Die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn wird ein Problem bleiben.Oliver Berg/dpa

Unpünktlichkeit bleibt leider ein Problem

„Auch 2024 werden wir unsere Fahrgäste um etwas mehr Geduld bitten müssen, als ihnen und uns lieb ist“, gibt Peterson zu. „Aber wir werden im kommenden Jahr mit der Generalsanierung des Schienennetzes beginnen.“ Das bedeute Schritt für Schritt Verbesserungen auf der überlasteten Infrastruktur. Mit einer höheren Verlässlichkeit könne damit allerdings erst ab 2025 gerechnet werden.

Die Pünktlichkeitsquote der Bahn wird sich mit dem neuen Fahrplan nicht verbessern. Hauptgrund bleibt das überlastete und überalterte Schienennetz und die deshalb notwendigen zahlreichen Baustellen, die den Bahnverkehr weiter ausbremsen. „Dieses Jahr hat die Pünktlichkeit auch gelitten unter den Schwellensanierungen, die stark ins Kontor schlagen“, beteuert Peterson.

Modernisierungen und Sanierungen der Bahnstrecke nötig

Seit dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen im vergangenen Jahr überprüft und tauscht die Bahn Hunderttausende Betonschwellen aus. Das sehe er „in diesem Umfang fürs kommende Jahr nicht“, so der Manager. Doch die Infrastruktur bleibt dringend sanierungsbedürftig.

Im kommenden Jahr startet deshalb mit der Modernisierung der sogenannten Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim die Generalsanierung Dutzender Schienenkorridore bis 2030. Die Abschnitte werden dafür jeweils für rund ein halbes Jahr gesperrt und erneuert. Die Riedbahn gehört zu den meistbefahrenen Strecken Europas. Die Bahn geht deshalb von spürbaren Verbesserungen bei der Zuverlässigkeit nach Abschluss der dortigen Bauarbeiten aus.