Mehr Sicherheit für Radfahrer? Das ist ein polarisierendes Thema in der Hauptstadt. Immerhin geben die Autofahrer ihre geliebten Straßen nur ungerne für Fahrradwege her – oder noch viel schlimmer: für Fahrradstraßen! Doch jetzt feiern die Radler wieder einen kleinen Sieg …
Neue Fahrradstraße am Märkischen Ufer
Die Verkehrsinformationszentrale berichtet: Entlang der Oberwall-, Niederwall- und Wallstraße sowie am Märkischen Ufer richtet der Bezirk Mitte eine Fahrradstraße ein! So sieht der Plan aus: Das Straßen- und Grünflächenamt beschildert die Fahrradstraße und markiert zusätzlich die Fahrbahn, um die neue Vorfahrtsregelung und die Fahrbahnaufteilung für alle Verkehrsteilnehmenden gut erkennbar zu machen. Die Kreuzungen gestaltet das Amt so um, dass diese besser einsehbar sind – und es für Fußgänger einfacher ist, die Straße zu überqueren.
Doch damit nicht genug: Der Bezirk Mitte erhöht außerdem die Stellplatzkapazitäten, indem er ergänzend 240 Stellplätze für Fahrräder, Lastenräder sowie Stellplätze für E-Scooter einrichtet. Die neue Fahrradstraße befindet sich auf dem Vorrangnetz des Radverkehrsnetzes und bietet eine „attraktive Rad-Route“ jenseits der Hauptverkehrsstraßen. Bis dahin wird es wohl auch nicht mehr lange dauern: Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich Ende September.

Was bedeutet das für die Autofahrer?
Autofahrer dürfen die entsprechenden Straßenabschnitte zukünftig nur mit einem Anliegen befahren. Für diese Anlieger gelten dann auch Einbahnstraßenregelungen am Hausvogteiplatz, die das Befahren ohne Anliegen verhindern sollen. Zur Erklärung: Anlieger sind laut Bußgeldkatalog „Personen, die ein an der Straße anliegendes Grundstück aufsuchen möchten“. Sie müssen also nicht zwangsläufig der Besitzer oder Bewohner dieses Grundstücks sein, sondern können dieses zum Beispiel auch nur zum Zweck eines Besuchs oder einer Erledigung aufsuchen.



