Grausiger Fund am Muttertag in Berlin: Ein Polizist hat in einem Bündel eine Babyleiche gefunden. Acht Monate später steht die Mutter des toten Mädchens vor dem Landgericht.
Vorgeführt aus der U-Haft: Sumanpreet K. (25). Sie kam 2022 nach Deutschland, soll ein Asylgesuch gestellt haben, wohl ohne Erfolg. Eine eigene Wohnung hatte sie nicht, fand eine Bleibe in Rudow, soll als Kellnerin gejobbt haben.
Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: Zwischen dem 8. Mai und dem Morgen des 9. Mai habe sie ein Kind zur Welt gebracht. Sumanpreet K. habe kurz darauf „auf ihre organgesunde und lebend geborene Tochter eingewirkt, um sie zu ersticken“, heißt es in der Anklage wegen Totschlags.
Am 11. Mai der schreckliche Fund: Auf dem Weg zur Arbeit wurde ein Polizeibeamter gegen 5 Uhr früh auf ein Bündel am Gehweg des Kölner Damms am Berliner Mauerweg in der Gropiusstadt aufmerksam. Entsetzt alarmierte er seine Kollegen. Kurz nach dem Fund die Mitteilung: Es gibt eindeutige Hinweise auf Fremdverschulden.
Große Anteilnahme nach dem Tod des Kindes
Der Schock saß tief. Umfangreiche Ermittlungen liefen an. Spürhunde wurden am Fundort eingesetzt, auch eine Drohne. Anwohner legten Blumen und eine Kerze nieder. Auf ein Stück Plastik schrieben Leute vom angrenzenden Reiterhof: „So wenig Zeit für so wenig Leben.“
Musste das Mädchen sterben, weil es den Eltern im Weg war? Davon geht die Anklage aus.
Frau fühlt sich durch Kind in Lebensgestaltung beeinträchtigt
Sowohl der Kindsvater als auch die Frau selbst hätten das Kind nicht gewollt. Der Mann habe von Anfang an von Sumanpreet K. gewünscht, dass es „weggemacht“ wird, heißt es in der Anklage. Auch die Frau habe befürchtet, durch das Kind in ihrer Lebensgestaltung beeinträchtigt zu werden.
DNA-Untersuchungen führten zunächst zum Kindsvater. Seine Wohnung wurde durchsucht, in seinem Umfeld ermittelt. Sumanpreet K. ging schließlich am 23. Mai zur Polizei, stellte sich.


