Der Alkohol hätte Muriel Baumeister fast kaputtgemacht. Die Schauspielerin verursachte mit 1,45 Promille einen Verkehrsunfall, hinten im Auto saß ihre damals 11-jährige Tochter. Seit vier Jahren ist die Berlinerin, die im Januar 50 Jahre alt wurde, trocken. Vom Alkohol weg gebracht hat sie die pure Panik, wie sie jetzt erzählt.
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Was die gebürtige Österreicherin, die schon mit 15 Jahren in der Familienserie „Ein Haus in der Toscana“ vor der Kamera stand, letztlich vor der Sucht gerettet hat, waren ihre Panikattacken, die durch den Alkoholkonsum ausgelöst wurden. „Deutlicher können eine Seele und ein Körper nicht nach Hilfe schreien“, erzählt die Schauspielerin und Mutter dreier Kinder im Gespräch mit dem Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Vor vier Jahren ließ sie sich in die geschlossene Psychiatrie in der Charité in Berlin für einen Entzug einweisen. Zehn Tage später war sie nüchtern – und das ist sie bis heute.
Der Alkohol war ein Filter zwischen ihr und unangenehmen Emotionen
Dass das erste Jahr die Hölle war, erzählte Muriel Baumeister später. „Noch dazu sagt jeder, dass im ersten Jahr nach dem Entzug jeder Zweite rückfällig wird.“ Heute habe sie ihr Alkoholproblem im Griff, doch der Weg dahin war schwer. Sie bezeichnet sich nach wie vor als Alkoholikerin, wenn auch als nüchterne. Denn die Herausforderung mit der Sucht bleibe ein Leben lang bestehen, wie sie sagt.

Der Alkohol sei viele Jahre lang ein Filter zwischen ihr und unangenehmen Emotionen gewesen. „Und es gibt immer wieder Momente, in denen ich denke, es bräuchte jetzt wirklich nicht viel, um zu trinken. Und die Sorge und Achtsamkeit, auf diese Momente zu achten ist wahnsinnig anstrengend“, gesteht Baumeister.
Gerade war Muriel Baumeister in „Morden im Norden“ zu sehen
Was macht sie in diesen kritischen Phasen? Sie trinkt dann einfach nichts. „Oder wie die Anonymen Alkoholiker sagen: Heute nicht. Das ist die Antwort immer und auf alles mit Alkohol.“
