Ein 54-jähriger Mann wollte den Weg in die deutsche Hauptstadt auf eine höchst gefährliche Art bewältigen.
Auf dem Puffer einer Regionalbahn-Lok wollte der Mann vom brandenburgischen Werder (Havel) nach Berlin reisen. „Er war vorher schon in dem Zug mitgefahren, am Bahnhof Werder ohne sein Gepäck ausgestiegen, um frische Luft zu schnappen - und dann schlossen sich die Türen“, sagte ein Sprecher der Berliner Bundespolizei am Mittwochabend. Da der Triebfahrzeugführer des RE1 den 54-Jährigen zunächst nicht erkennen konnte, sei der Zug gegen 17.15 Uhr losgefahren.
Wir haben einen 54-Jährigen, der auf dem Puffer einer #RE1-Lok vom #Bahnhof in #Werder gg 17:15 Uhr nach #Berlin mitfahren wollte, in Gewahrsam genommen. Etwa 600 Reisende mussten mit Folgezügen ihre Fahrt fortsetzen. Unser Einsatz endete gg 19:00 Uhr. Die Ermittlungen dauern an.
— Bundespolizei Berlin (@bpol_b) July 6, 2022
Dann habe sich der Passagier aufgerichtet, der Triebfahrzeugführer habe ihn gesehen und gebremst. Der Zug sei außerhalb des Bahnhofs zum Stehen gekommen. „Der Mann hat sich dann zwischen der Lok und dem ersten Wagen vor dem Triebfahrzeugführer versteckt“, sagte der Bundespolizeisprecher. Bundespolizisten hätten ihn schließlich in Gewahrsam genommen.
Der Zug fuhr rückwärts wieder in den Bahnhof Werder (Havel) zurück - mitsamt rund 600 Fahrgästen. Diese mussten in nachfolgende Züge umsteigen, wie die Bundespolizei Berlin am Mittwochabend per Twitter mitteilte. „Der Triebfahrzeugführer konnte nach dem Vorfall nicht mehr weiterfahren“, sagte der Sprecher.

