Die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ blockieren am Freitagmorgen die Zufahrt zum Flughafen BER aus Richtung Berlin. Auch Menschen, die sich bei „Extinction Rebellion“ und „Ende Gelände“ engagieren, sind dabei. Auf Bildern, die die Aktivisten im Internet veröffentlichten, sind aufgebrachte Autofahrer zu sehen, die aus ihren Wagen ausgestiegen sind und mit den Demonstranten diskutieren.

Die Klimaprotest-Initiative teilte mit, ihre Mitglieder seien mit mehreren Autos nebeneinander auf der Autobahn immer langsamer gefahren, vor der Abfahrt hätten sie gehalten, die Autos quer gestellt, seien mit Warnwesten und Transparenten ausgestiegen und hätten sich auf der Straße festgeklebt.
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Weiter heißt es in einer Pressemitteilung der Umweltschützer: „Ihrer Ankündigung vom vergangenen Samstag, ‚friedlich Flughäfen lahmzulegen‘, nähert sich die Bewegung damit schrittweise an und betont: ‚Das ist erst der Anfang der Flughafen-Unterbrechungen‘.“
„Letzte Generation“: Beinahe tägliche Blockaden in Berlin
Die Gruppe hatte Anfang der Woche angekündigt, nach zahlreichen Blockaden von Autobahnausfahrten und Straßenkreuzungen „auch friedlich Flughäfen lahmzulegen“. Sie fordert mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel, etwa ein Tempolimit auf Autobahnen und billigen Nahverkehr. Seit Anfang des Jahres laufen die Blockaden in vielen deutschen Städten. Die Polizei hat Hunderte Strafverfahren wegen Nötigung und Widerstand eingeleitet.
Weitere Informationen in der Pressemitteilung:https://t.co/QY9b5zV7nL
— Letzte Generation (@AufstandLastGen) November 18, 2022
Beinahe täglich kommt es zu Demos in Berlin. Am Donnerstag wurde die Invalidenstraße blockiert. Am Mittwoch die Landsberger Allee und die Kreuzung Gneisenaustraße/Mehringdamm.
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Für Lisa Winkelmann, eine der Aktivistinnen auf der Fahrbahn sind diese massiven Störungen des Alltags eindeutig gerechtfertigt: „Die Menschen wollen bereits Veränderung und kein tödliches Weiter-so." Das Problem sei die Bundesregierung, die über die ersten Sicherheitsmaßnahmen gegen den Klimakollaps noch nicht einmal sprechen wolle und lieber weitere Inhaftierungen friedlicher Bürger zulasse.
