Ein leeres Flughafenterminal ohne einen einzigen Start, eine einzige Landung: Das könnte in der kommenden Woche in Schönefeld Wirklichkeit werden. „Nach jetzigem Stand ist für Dienstag keine einzige Flugbewegung am Terminal 5 des BER geplant“, teilte Sabine Deckwerth, Sprecherin der Flughafengesellschaft FBB, der Berliner Zeitung mit. Leere Anzeigetafeln im früheren Schönefelder Airport, leere Hallen, leere Sitzbänke – ein unübersehbares Zeichen dafür, wie sehr die Corona-Pandemie der Luftfahrtbranche schadet.
Airport-Mitarbeiter rechnen damit, dass es an diesem BER-Terminal weitere Tage ohne einen einzigen Flug geben wird. Zum Vergleich: 2019, dem letzten Jahr vor Corona, gab es auf dem Flughafen Schönefeld im Schnitt 260 Starts und Landungen pro Tag. Ryanair, der Hauptnutzer von SXF, wie der Airport bis zum vergangenen Herbst hieß, passt sein Flugangebot laufend der stark gesunkenen Nachfrage an. Das könnte dazu führen, dass es den ganzen Februar hindurch in Schönefeld dienstags und donnerstags keine oder fast keine Flugbewegungen mehr gibt.
Im vergangenen Jahr keimte noch Hoffnung. Nachdem der erste Corona-Lockdown im Frühjahr auch in Berlin die Passagierzahlen fast auf Null gebracht hatte, nahm der Luftverkehr im Sommer wieder zu. Im Vergleich zum Vorjahr wurde rund 30 Prozent des früheren Fluggastaufkommens erreicht. Doch der jetzige Lockdown hat die Nutzungszahlen wieder auf Talfahrt geschickt. „Derzeit wird der BER im Durchschnitt täglich von weniger als 10.000 Passagieren genutzt“, so die FBB-Sprecherin.
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Wie berichtet strebt die Flughafengesellschaft an, Terminal 5 möglichst bald zu schließen und den Verkehr am neuen Terminal 1 zu eröffnen – dem eigentlichen BER, der am 31. Oktober vergangenen Jahres in Betrieb ging. Ziel ist es, dass am früheren Schönefeld bereits Ende Februar die Lichter ausgehen. Offiziell heißt es, dass es sich um eine vorübergehende Betriebseinstellung handele, die zunächst auf ein Jahr befristet werden soll.
