Bei steigenden Corona-Zahlen plant der Berliner Senat eine Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen. Die Landesregierung will dazu ein Stufenmodell, wie Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Mittwoch mitteilte: So könnte zunächst eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlich zugänglichen Innenräumen eingeführt werden; sollte die Infektionslage sich verschärfen, könnte diese auf weitere Räume erweitert werden. Beides wären Maßnahmen, bevor eine „epidemische Lage auf Landesebene“ ausgerufen wird, also ein sogenannter Hotspot.
Für Schulen soll der Vorschlag zur Rückkehr der Maskenpflicht demnach nicht gelten. Diese könnten das immer noch über die Bildungsverwaltung selbst entscheiden.
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Ziel: Überlastung des Gesundheitswesens vermeiden
Als oberste Ziele nannte Gote in einer Mitteilung, eine Überlastung des Gesundheitswesens abzuwenden, die Schulen, Kitas und andere Versorgungsstrukturen funktionstüchtig zu halten und gesundheitlich besonders verletzliche Personen zu schützen sowie Long-Covid-Fälle zu vermeiden.
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Wöchentliches Corona-Update geplant
Die sogenannte Corona-Ampel habe sich mit der jetzt vorherrschenden Omikron-Variante des Coronavirus nicht bewährt, erklärte Gote weiter. Deshalb werde nun aus verschiedenen Merkmalen eine wöchentliche Lagebewertung entwickelt. Betrachtet werden dabei unter anderem die Sieben-Tage-Inzidenz und das Abwassermonitoring, aber auch die Belastung des Gesundheitswesens einschließlich der Auslastung der Intensivstationen und die Impfquoten.
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Besonders im Einzelhandel, in Museen und öffentlichen Gebäuden sollte wieder eine Maskenpflicht gelten, so die Grünen-Politikerin.
Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern steigt
Laut des aktuellen Lageberichts der Senatsgesundheitsverwaltung befinden sich derzeit 902 Betroffene in stationärer Behandlung, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 64 davon auf Intensivstationen. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der coronainfizierten Patienten in Krankenhäusern um 50 Prozent gestiegen. Personalausfälle in den Kliniken verschärfen die Lage.
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