Weniger als die Hälfte aller Menschen, die in Berlin wohnen, wurden auch in der Hauptstadt geboren. Wie aus einer Datenrecherche von rbb24 hervorgeht, sind 53,8 Prozent (2.029.040) der Berliner Zugezogene. Aber woher kommen sie – und in welchen Stadtteilen findet man noch die meisten Berliner Originale?
Wie aus Daten des Statistikamts erkennbar ist, liegt auf Platz eins der Geburtsorte von Berliner Zugezogenen die Stadt Hamburg mit 23.177 Wahlberlinern. Sie machen 0,6 Prozent der Hauptstadt-Bewohner aus. Platz zwei des Städterankings bekleidet die syrische Hauptstadt Damaskus mit 17.676 Zugezogenen. Auf Platz drei liegen mit 17.000 Menschen die Dresdener. Außerdem sind besonders viele Londoner in den letzten Jahren nach Berlin gezogen. Während es Ende 2017 noch 2.969 Menschen waren, standen drei Jahre später 3.912 Berliner mit Geburtsort an der Themse im Einwohnerregister.
Brandenburg führt Liste der Bundesländer an
Beim Bundesländer-Ranking liegt Brandenburg einsam an der Spitze: 191.875 der Menschen in Berlin kommen ursprünglich aus dem Nachbar-Bundesland. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen (137.627) und auf dem dritten Platz liegt Sachsen (108.135). Damit sind weniger Schwaben in Berlin als so mancher vielleicht vermuten würde: Gemessen an der Gesamtbevölkerung in den beiden Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg – dort lässt sich Schwaben geographisch verorten – liegt die Zahl der nach Berlin Gezogenen sogar unter einem Prozent. Zum Vergleich: In Brandenburg liegt dieser Anteil bei acht, in Mecklenburg-Vorpommern bei etwa fünf Prozent.
Polen macht das Länderrennen
Bei den Ländern liegt Polen mit 124.921 Wahlberlinern an der Spitze, gefolgt von der Türkei mit 104.046 und Russland mit 51.631 dort geborenen Berlinern.


