Am Mittwochabend blickt ganz Deutschland nach München: Hier spielt die Band Rammstein ihr erstes Deutschland-Konzert der aktuellen Europa-Tour. Drei weitere sollen folgen – und im Juli gibt es mehrere Konzerte in Berlin. Angesichts der Vorwürfe, die gegen Frontmann Till Lindemann seit zwei Wochen kursieren, gibt es aber auch viele, die die Konzerte der Band am liebsten verbieten würden. Inzwischen läuft sogar eine Petition, die das erreichen will.
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Im Netz startete das „thesirenscollective“, ein Archiv, das Berichte von Opfern sexueller Belästigung sammelt, eine Petition. Gerichtet ist sie an Marion Schöne, Geschäftsführerin des Olympiapark München, Dieter Reiter, den Münchner Oberbürgermeister,, Timo Rohwedder Chef des Olympiastadion Berlin und Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Ziel: Die Konzerte von Rammstein in München und Berlin sollen in letzter Minute abgesagt werden!
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Petition will Konzerte von Rammstein verhindern: Verbot gefordert!
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„Immer mehr betroffene Frauen berichten von systematischem Missbrauch und Misshandlungen auf Rammstein-Konzerten“, heißt es im Text zur Petition. „Von K.O.-Tropfen, Alkohol, Drogen und unerklärlichen Hämatomen. Trotzdem dürfen Sänger Till Lindemann und seine Band ab heute vier Konzerte in München und drei in Berlin spielen! Geht’s noch?!“ Man wolle verhindern, dass die Musiker vor Hunderttausenden Menschen spielen dürfen, als wer nichts geschehen.
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Gefordert wird deshalb die Absage der Rammstein-Konzerte. „Sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch, Gewaltfantasien dürfen keinen Platz auf oder hinter Deutschlands Bühnen bekommen! Wer mutmaßlichen Täter*innen das Gefühl gibt, mit solchen perfiden Machenschaften einfach davonzukommen, macht sich mitschuldig“, heißt es. Man wisse nicht mehr, was an der ganzen Geschichte eigentlich so widerlich sei. „Lindemann? Das Rekrutierungssystem? Das Wegschauen durch Band, Management und Veranstalter?“
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Angeführt wird etwa der Vorwurf, dass Lindemann während der Konzerte in einem Raum unter der Bühne Sex mit Fans hatte. „Es ist für uns inakzeptabel, dass Till Lindemann mit den geplanten Konzerten eine Plattform bekommen soll, um seine Übergriffe fortzuführen“, heißt es. „Wir fordern eine genaue Untersuchung der Vorfälle, bevor die Aussagen der Betroffenen wieder durch neue Konzerte überrollt werden können.“
Petition gegen Rammstein: So viele Menschen haben bereits unterschrieben
Möglichen Täter sexueller Übergriffe dürfe nicht „die Sicherheit des Schweigens“ gegeben werden. „Frauen haben sich getraut, ihre Erlebnisse bei Rammstein Konzerten zu veröffentlichen. Diese Stärke darf nicht wieder untergehen“, schreiben die Initiatorinnen der Unterschriftensammlung.
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