Tierversuche sind ein heikles Thema. Viele Forscher bezeichnen sie als unersetzlich für ihre Arbeit. Tierschützer halten dem entgegen, dass es längst moderne Verfahren gebe, die Versuche an Tieren weitgehend überflüssig machen sollen. Doch darauf scheint niemand zu hören. In Brandenburg stieg die Zahl der Versuchstiere in den vergangenen Jahren immer weiter an.
Brandenburg: 2650 Tiere wurden 2021 durch Tierversuche getötet
Wie das Brandenburger Verbraucherministerium mitteilte, seien im vergangenen Jahr rund 22.500 Tiere für wissenschaftliche Versuche genutzt worden. Dabei wurden etwa 2650 Tiere getötet. Die Zahlen erfragt hatte die AfD-Fraktion.

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Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes hat die Zahl der Versuchstiere in Brandenburg damit den höchsten Stand seit Aufzeichnung der Tests vor zehn Jahren erreicht. Danach gab es 2010 in der Mark laut Bundesagrarministerium 12 004 Versuchstiere. 2018 waren es 19.790 und im vergangenen Jahr eben 22.498.
13 Einrichtungen in Brandenburg führen Tierversuche durch
Laut dem Verbraucherministerium führten im Jahr 2021 insgesamt 13 Einrichtungen Tierversuche durch. Die Versuche dienten unter anderem der Grundlagenforschung etwa im Bereich des Immunsystems, der Verhaltensbiologie und Sensorik sowie der angewandten Forschung, darunter Erkrankungen, die Herz und Blutgefäße betreffen und Infektionskrankheiten des Menschen. Tierversuche gehörten auch zur Hochschulausbildung.
Am häufigsten für Tierversuche genutzt wurden im Jahr 2021 Mäuse (8500). Auf Platz zwei folgen Fische (8300), dann Rinder (3500). Geforscht wurde auch an knapp 500 Kaninchen, 400 Ratten, 300 Pferden und 200 Schafen. An Affen wurde nicht geforscht. Von den insgesamt 178 Tierversuchen stand laut Ministerium bei 28 von vornherein der tödliche Verlauf fest.
Tierschutzorganisationen kritisieren Land Brandenburg
Tierschutzorganisationen kritisierten die Zunahme der Versuchstiere in Brandenburg. Die Referentin für Tierversuche bei Peta Deutschland, Sabrina Engel, sagte der dpa, Tierversuche seien nicht geeignet, menschliche Krankheiten zu bekämpfen. „Tierfreie innovative Forschungsmethoden sollten der Standard sein. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es nicht gerechtfertigt, dass die Versuche sogar zunehmen.“
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