Nach der faktischen Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan stellt sich der Berliner Senat auf die Aufnahme zahlreicher Geflüchteter aus dem Land ein. Allerdings ist momentan noch völlig unklar, wie viele Menschen in den kommenden Tagen oder Wochen den Weg in die Hauptstadt finden, wie eine Sprecherin der Sozialverwaltung am Dienstag mitteilte. Noch sei die Lage vor Ort sehr unübersichtlich.
1250 Plätze stehen laut LAF für Flüchtlinge zur Verfügung
„Wir sind definitiv besser vorbereitet auf die Aufnahme von Geflüchteten“, sagte die Sprecherin mit Blick auf den großen Flüchtlingsandrang 2015/2016, als in Berlin teils chaotische Zustände herrschten.
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„In den Unterkünften ist genügend Platz. Allerdings bleibt abzuwarten, in welcher Größenordnung Plätze benötigt werden.“ Nach Angaben des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) stehen aktuell 1250 Plätze zur Unterbringung von Geflüchteten bereit.
Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) unterstrich erneut, dass Berlin Menschen aus Afghanistan helfen wolle. „Berlin war und ist auch jetzt bereit, Menschen in Not zu helfen und afghanische Ortskräfte sowie weitere vom Tod in Afghanistan bedrohte Menschen in Berlin aufzunehmen“, erklärte sie. „Humanitäre Hilfe zu leisten ist jetzt ein Gebot der Stunde. Dabei erwarten wir vom Bund wirksame Unterstützung, ein rasches Zugehen auf die Bundesländer und eine den dynamischen Umständen angemessene Kommunikation.“

