Der RBB-Rundfunkrat hat Übergriffe auf Medienvertreter bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen scharf verurteilt. Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit würden Berichterstatter drangsaliert und verfolgt. „Dafür gibt es keine Rechtfertigung“, heißt es in einer am Donnerstagabend in Berlin verbreiteten Erklärung des RBB-Rundfunkrates, in dem Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen sitzen.
Straftaten gegen Medien haben zugenommen
Die Vorsitzende des Rundfunkrats, die evangelische Theologin Friederike von Kirchbach, verwies dabei auf die gestiegene Zahl der Straftaten gegen Medien. So seien allein 2020 laut Bericht der Bundesregierung 252 Straftaten gezählt worden, gegenüber 104 im Jahr davor. „Diskurs ist Grundlage unserer öffentlichen Auseinandersetzung“, so Kirchbach weiter: „Unerträglich ist aber Gesprächsverweigerung, vollkommen inakzeptabel sind Demagogie, Faktenleugnung und Gewalt.“
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