Jede Nacht vorm Einschlafen die Angst, dass es gleich wieder brennt, man schlafend in einer Feuerfalle festsitzt. Seit Monaten werden die Bewohner von Staaken von einem oder mehreren Feuerteufeln terrorisiert. Nachdem Mitte Januar gegen einen 16-jährigen mutmaßlichen Serienbrandstifter Haftbefehl erging, hofften Staakener, endlich wieder sicher durchschlafen zu können. Doch der 16-jährige scheint einen unheimlichen Nachahmer gefunden zu haben: Seit Anfang Februar brennt es wieder - erst in der Nacht zu Dienstag musste die Feuerwehr erneut ausrücken.
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Kurz vor Mitternacht war es am Dienstag soweit: Feuerwehr und Polizei wurden von Bewohnern eines Hochhauses in der Obstallee in Spandau alarmiert. Aus dem Keller drangen giftige Rauchgase in den Hausflur. Zum Glück hatten die rund 50 Brandbekämpfer das Feuer, das zwei Kellerverschläge erfasste, zügig unter Kontrolle. Die Obstallee und der Blasewitzer Ring war für die Dauer der Löscharbeiten voll gesperrt, davon war auch eine Buslinie der BVG betroffen.

In dem Hochhausviertel Heerstraße Nord im Ortsteil Staaken kommt es seit über einem halben Jahr immer wieder zu Bränden in Hausfluren und Kellern. Allein in Häusern entlang der Obstallee brannte es zwischen Ende September und Dezember sechs Mal, in Brand gesteckt wurden immer wieder Kellerverschläge.
Fluchtwege werden abgeschnitten: Die Gefahr von Kellerbränden in Hochhäusern
Besonders perfide: Die Täter haben Hochhäusern ausgeguckt, bei denen die Gefahr besteht, dass aufsteigender Rauch den Bewohnern in den Treppenhäusern die Fluchtwege abschneidet. Um die Täter zu stoppen, setzte die Polizei extra die Ermittlungsgruppe „Quartier“ ein.

Nachdem die Polizei am 11. Januar zuerst zwei 28-Jährige festgenommen und nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder freigelassen hatte, schlugen die Beamten einen Tag später erneut zu. Gegen einen 16-jährigen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.
Ein 16-Jähriger wurde im Januar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet
Der Jugendliche sei dringend verdächtig, gemeinsam mit einem Zwölfjährigen am späten Abend des 11. Januar in einem Wohnhaus in der Maulbeerallee einen Brand gelegt zu haben, teilte die Polizei damals mit. Einsatzkräfte hatten die beiden Jungen kurz nach dem Brand in unmittelbarer Nähe gesehen.

Möglich sei die Festnahme der beiden Tatverdächtigen auch durch die seit mehreren Wochen andauernde starke Polizeipräsenz in diesem Bereich gewesen. Den beiden Jungen kamen laut Polizei für weitere Taten in dem Wohngebiet in Betracht.
Seit zwei Wochen werden wieder Kellerbrände gelegt
Doch nun brennt es seit gut zwei Wochen wieder in dem Hochhausviertel. Am 6. Februar gegen 2 Uhr gingen bei der Berliner Feuerwehr mehrere Notrufe über ein Feuer in einem Wohnhaus an der Maulbeerallee 41 ein. Die Brandbekämpfer fanden mehrere brennende Kellerverschläge vor und löschten diese. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die eingesetzten Feuerwehrleute mussten aber in mehreren verrauchten Treppenaufgängen mittels Drucklüfter giftige Rauchgase aus dem Gebäude drücken.

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