Sie wollte mit ihrer Tochter den Christopher Street Day (CSD) in Berlin feiern und bezahlte den Ausflug mit ihrem Leben. Das bislang einzige Todesopfer des mutmaßlich islamistischen Anschlags ist eine 65-jährige Frau aus Polen. Ihre Tochter soll die Todesfahrt verletzt überlebt haben.
Familie wird seelsorgerisch betreut
Wie die Berliner Zeitung (die wie der KURIER zum Berliner Verlag gehört) berichtet, soll es sich bei der am Rande des CSD getöteten Frau um eine polnische Staatsbürgerin handeln. Sie soll zum Zeitpunkt des Anschlags mit ihrer Familie auf dem Weg in den Tiergarten gewesen sein. Hier passierte das Unglück. Die Familienmitglieder werden zurzeit seelsorgerisch betreut, heißt es aus Ermittlerkreisen.

Offiziell ist die Identität der Toten bislang noch nicht bestätigt. Nach Informationen der Bild-Zeitung aus diplomatischen Kreisen handelt es sich um eine Frau aus Warschau, die gemeinsam mit ihrer Tochter zum CSD in die deutsche Hauptstadt gereist war. Mutter und Tochter wollten sich in Berlin eine schöne Zeit machen. Stattdessen erlebten sie den schlimmsten Tag ihres Lebens.
Eine endgültige Identifizierung der Frau stehe allerdings noch aus, da die Angehörigen die Leiche in der Gerichtsmedizin bislang nicht persönlich identifiziert hätten. Bis dahin bleibe die Verstorbene in der Rechtsmedizin. Erst danach soll sie zur Bestattung an ihre Familie übergeben werden.
Alle Verletzten sind außer Lebensgefahr
Bei dem Anschlag wurden nach Angaben der Berliner Polizei insgesamt 29 Menschen verletzt, mehrere von ihnen zunächst lebensgefährlich. Am Sonntag gab es jedoch eine vorsichtig positive Nachricht: Keiner der Verletzten schwebt noch in akuter Lebensgefahr. Einige Opfer konnten die Krankenhäuser bereits wieder verlassen. Drei Schwerverletzte werden nach Angaben der behandelnden Ärzte inzwischen auf Normalstation versorgt. Ein weiterer Patient befindet sich noch auf der Intensivstation.



