Berlin - Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt die Menschen in unserer Stadt vor gigantische Herausforderungen – auch uns, die Reporter des Berliner KURIER. Denn wir wollen Sie, liebe Leser, auch weiterhin mit den aktuellsten Nachrichten aus Berlin und der Welt versorgen. Wie das geht? Lesen Sie mal.
Ein Thema wie die Corona-Epidemie macht auch vor einer eingeschworenen Redaktion wie unserer nicht halt – zum einen, weil wir für Sie, liebe Leser, über die Entwicklungen berichten. Aber auch, weil wir uns gegenüber den Berlinern verpflichtet fühlen, auf die Sicherheit aller zu achten. Unsere Reporter, die auf den Straßen der Stadt mit unzähligen Menschen in Verbindung sind, arbeiten deshalb schon seit ein paar Tagen getrennt voneinander, die meisten zu Hause.

Während eine Zeitungsproduktion sonst von Tempo und schnellen, persönlichen Absprachen lebt, organisieren wir derzeit alles über das Telefon. Am Morgen werden in einer Telefonkonferenz die Themen des Tages besprochen. Seiten werden geplant, Infos ausgetauscht. Dann recherchieren unsere Kollegen und bestücken die aktuelle Ausgabe sowie den Online-Kanal. Und verlieren dabei den Humor nicht aus dem Blick, wichtig in Krisenzeiten. Team-Assistentin Nadja Jänner zeigte gestern etwa ein Foto ihrer neuen Arbeitsschuhe – die übliche Büro-Mode tauschte sie gegen flauschige Einhorn-Pantoffeln.
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Gemeinsam überstehen wir diese schwere Krise
Für viele von uns, die wir täglich die Straßen der Hauptstadt erkunden, ist all das ein neues Erlebnis. So laufen alle Drähte von Polizei und Justiz nicht mehr im Redaktionsgebäude, sondern auch im Nordosten Berlins zusammen, wo unser Polizeireporter Philippe Debionne sein Büro hat. Domescu Möller, Panorama-Redakteur, bekommt nun ungewöhnlichen Besuch. „Im Homeoffice kommt meine Katze jede halbe Stunde vorbei, um nach mir zu schauen“, sagt er. Auch für Lokalreporter Mike Wilms sind die Haustiere eine Herausforderung. „Meine Kater Petrow und Milo haben noch nicht recht begriffen, dass sie nicht über die Tastatur rennen sollen“, sagt er.

Natürlich sind wir als Reporter auch weiterhin in der Stadt unterwegs, um uns um Themen zu kümmern, auch fernab der Epidemie. KURIER-Reporter Norbert Koch-Klaucke traf sich gestern mit dem Radio- und TV-Moderator Jürgen Karney. „Es war auf den Straßen gespenstisch leer, wie sonst nur an einem Sonntag“, sagt er. „Und selbst im Gespräch, das sich um ein neues Buch drehen sollte, ging es um das Corona-Virus.“ Die Pandemie verändert unsere Stadt, unseren Job. Doch eines ändert sich nicht: Dass wir Sie, liebe Leser, auch täglich mit den Geschichten versorgen, die diese Stadt bewegen. Wir bitten um Verständnis, falls Sie derzeit doch mal einen Fehler mehr in ihrer Lieblingszeitung entdecken. Übrigens: Wenn Sie nicht aus dem Haus wollen, können Sie den KURIER natürlich problemlos abonnieren (unter Tel. 030/23 27 77) – dann kommt er direkt in den Briefkasten.

