Ein Unbekannter hat am Dienstag in der Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin-Kreuzberg einen dort aushelfenden Bundeswehrsoldaten attackiert. Zunächst hieß es von der Polizei, er habe ihn von hinten niedergeschlagen. Dann hieß es, der Angreifer habe ihn von hinten zu Boden gestoßen. Der Vorfall habe sich am späten Dienstagnachmittag ereignet, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Der Soldat wurde dabei leicht verletzt.
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Die Bundeswehr unterstützt Verwaltungen derzeit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Polizei und auch Feldjäger der Bundeswehr waren mit einem Großaufgebot im Gebäude an der Oranienstraße auf der Suche nach dem unbekannten Täter. „Wir können nicht ausschließen, dass sich die Person noch in dem Gebäude befindet und begehen deshalb alle Räume“, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Nach Angaben von Zeugen trug der Tatverdächtige blaue Jeans und schwarze Sportschuhe.
Motiv des Täters zunächst unklar
„Wir wissen noch nicht, was dieser Täter in dem Objekt wollte“, sagte ein Ermittler dem Berliner KURIER. Aber im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sei der Unmut gegenüber der Senatsverwaltung für Gesundheit und dem Bundesgesundheitsministerium groß. Angesichts dieser Umstände und weil die Motivation des Täters zunächst völlig unklar waren, wurden die Mitarbeiter der Gesundheitsverwaltung und auch der Sozialverwaltung, die sich in dem Haus befindet, zunächst von der Polizei angewiesen, ihre Büros nicht zu verlassen. Später führte die Polizei die Beschäftigten teilweise einzeln aus den gesicherten Bereichen des Gebäudes heraus. Der Täter wurde laut Polizei bis zum Abend nicht gefunden.
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