Krasser Vorfall

Mann fällt beim Angeln am See auf Betrug mit Video-Sexchat rein

Ein Angler hat sich von Betrügern zu einem Video-Chat überreden lassen - der fand nackt statt. Danach wollten die Geld von ihm erpressen.

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Ein Angler ist von Betrügern zu einem Sex-Videochat überredet worden und wurde dann mit den Aufnahmen davon erpresst.
Ein Angler ist von Betrügern zu einem Sex-Videochat überredet worden und wurde dann mit den Aufnahmen davon erpresst.Symbolbild/Panthermedia/Imago

Krasser Fall von Erpressung über das Internet! Ein Mann ist beim Angeln im Kreis Prignitz Opfer eines betrügerischen Video-Sexchats mit Nacktbildern geworden.

Der 35-Jährige war an einer Badestelle in Karstädt-Garlin angeln, als er über soziale Medien angeschrieben und zu einem Videochat überredet wurde, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann zog sich dabei mitten beim Angeln am See einfach nackt aus.

Betrüger zeichnen Video-Sexchat auf und erpressen Mann damit

Was er zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Die Bilder wurden heimlich aufgezeichnet. Denn mit der fiesen Betrugsmasche wollten die Online-Kriminellen erpressen!

Denn wenig später bekam der 35-Jährige ein Video mit genau den Nacktbildern von sich selbst zugespielt. In der Nachricht dazu forderten die dreisten Erpresser den sexhungrigen Mann dazu auf, sofort Geld zu überweisen. Sonst werde das Video veröffentlicht und an Bekannte gesendet, hieß es.

Angler blockiert Erpresser und erstattet Anzeige

Doch der Mann tat das Richtige, blockierte den Kontakt in den sozialen Medien und erstattete Anzeige. Geld zahlte der 35-Jährige nach Angaben der Polizei nicht.

Solche Erpressungsversuche kommen häufiger vor. Die Betrüger nutzen Accounts in sozialen Netzwerken und kommen so auch oft leicht an Adressen von Followern heran, wie der Sprecher der Polizeidirektion Nord, Joachim Lemmel, sagte. Oft geben sich dabei auch Männer als attraktive Frauen aus und initiieren Online-Gespräche, die zu Video-Chats führen können.

Oft geben sich dabei männliche Betrüger als Frauen aus

Während des Chats werden die Opfer dazu verleitet, kompromittierende Handlungen vor der Kamera auszuführen. Die Betrüger nehmen diese Handlungen heimlich auf und drohen dann, das Video an Freunde, Familie oder Arbeitgeber des Opfers zu senden, es sei denn, sie erhalten Geld. Experten nennen das auch Sextortion nach den englischem Wort für Erpressung und dem Wort Sex.

Polizeidirektor Lemmer rechnet mit einer beträchtlichen Dunkelziffer bei solchen Betrugsmaschen. Viele Opfer scheuten sich, zur Polizei zu gehen. Meist gehe es bei den Geldforderungen um dreistellige Summen.