Mitten im Kalten Krieg 1965, tritt die Jazz-Legende Louis Armstrong in Ost-Berlin, Leipzig, Magdeburg, Erfurt und Schwerin auf. Mit 17 Konzerten in nur 9 Tagen war seine Tour sehr eng getaktet, die Hallen waren sehr schnell ausverkauft. Etwa 45.000 Menschen erlebten Louis Armstrong und seine All Stars damals live in der DDR.
Mit einer Ausstellung in Potsdam soll jetzt der Frage nachgegangen werden, was es heißt, durch die Welt zu touren und Diktaturen im Namen der Freiheit zu besuchen, teilte das Kunsthaus „Das Minsk“ mit. Und was es bedeutet, unterwegs wiederholt Anerkennung und Rassismus zu erleben, dann nach Hause in die USA zurückzukehren – um gleich wieder mit Rassismus konfrontiert zu werden.
Das Potsdamer Kunsthaus folgt in einer neuen Ausstellung der US-Jazz-Ikone Louis Armstrong (1901-1971) auf seiner legendären Konzerttournee durch die DDR.
Die Schau mit dem Titel „I've seen the Wall“ (deutsch: „Ich habe die Mauer gesehen“) öffnet am Samstag (16. September) ihre Türen und versammelt Gemälde, Fotografien, Archivmaterial und Installationen verschiedener Künstlerinnen und Künstler.
Auch eine Trompete von Louis Armstrong ist zu sehen
Wie aus einer Mitteilung des Kunsthauses am Donnerstag hervorgeht, werden auch zwei Collagen und sogar eine Trompete von Louis Armstrong gezeigt, auf der er während der DDR-Tour spielte.


