Absicht oder Zufall? Vor Gericht versuchte sich Nasser W. (23) herauszureden. Er habe nicht mit Absicht einen Böller in Richtung des Beamten geworfen, erklärte er dem Richter ...
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Rund fünf Monate nach den Silvester-Krawallen in Berlin hat ein 23-Jähriger vor Gericht bestritten, einen Polizisten angegriffen zu haben. Ein Böller von ihm sei versehentlich in die Richtung eines Beamten geflogen, sagte der junge Mann am Dienstag vor dem Amtsgericht Tiergarten im ersten öffentlichen Prozess zu den Krawallen.
Der Polizist kickte den Böller geistesgegenwärtig weg
„Ich habe mich bei ihm entschuldigt“, betonte der Angeklagte. Er habe dem Polizisten seine Personalien genannt und sei davon ausgegangen, dass die Angelegenheit damit erledigt sei.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen einen tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und versuchte gefährliche Körperverletzung vor. Laut Anklage soll er den Böller in Richtung eines Polizisten geworfen haben, der in der Nacht zum 1. Januar die Feuerwehr beim Löschen eines Wohnungsbrandes in Berlin-Wedding unterstützte. Der Beamte habe den Knallkörper aber geistesgegenwärtig weggekickt, so Staatsanwalt Uwe Storm.
Der 23-jährige Angeklagte war in der Tatnacht etwas alkoholisiert
Der 36 Jahre alte Polizist blieb unverletzt. Vor Gericht schilderte der Beamte, der Böller sei zwischen seinen Beinen gelandet. Er glaube nicht, dass der Böllerwurf aus Versehen geschah, meint der Polizist.

Der Angeklagte gab an, er sei in der Silvesternacht mit seiner Familie auf der Straße im Stadtteil Gesundbrunnen und etwas alkoholisiert gewesen. Er selbst habe keine Feuerwerkskörper gekauft. Den Böller habe er aus einem Paket genommen, schilderte der 23-Jährige.
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