Langsam wird es weihnachtlich. Nicht nur, weil es schon die Lebkuchen im Supermarkt gibt. Auch die ersten Weihnachtsmärkte stehen schon in den Startlöchern. Wie einer größten von Berlin, der einst am Alexa am Alexanderplatz stand, dann an die Landsberger Allee ging. Nun zieht der festliche Budenzauber erneut um. Und der genaue Standort ist jetzt auch kein Geheimnis mehr.
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Betreiberin Carmen Blume (54) ist das Wandern ihres Weihnachtsmarktes schon gewöhnt. Jahrzehntelang war ihr „Wintertraum am Alexa“ zwischen Alex und Jannowitzbrücke der größte Rummel zum Fest, den die Stadt zu bieten hatte. Doch wegen der beginnenden Bauarbeiten von Hochhäusern musste er 2017 seinen Stammplatz neben dem Einkaufzentrum verlassen. Im vergangenen Jahr eröffnete der Alexa-Nachfolger als „Winterzauber Berlin“ an der Landsberger Allee und muss nun von dort schon wieder weg.
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Momentmal: Fand da auf dem Platz neben Ikea nicht der in der Zwischenzeit „Der große Berliner Weihnachtsmarkt an der Allee“ statt? „Den habe ich von meinem ehemaligen Partner im vergangenem Jahr übernommen“, sagt Blume. Die Rede ist von dem Schausteller Charles Blume, der einst mit am Alexa-Rummel tätig war, sich 2017 dann von diesem Markt und seiner Lebenspartnerin trennte und mit einem eigenen Weihnachtsmarkt nach Lichtenberg ging. Jetzt ist er in Dubai und versucht in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Art Oktoberfest aufzuziehen.
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Sein Platz an der Landsberger Allee neben dem Möbelhaus Ikea, den Carmen Blume 2021 noch einmal als weihnachtlichen Markt nutzte, soll nun anders genutzt werden. „Und wir mussten weg. Dank der Hilfe des Bezirksamtes Lichtenberg fanden wir einen neuen Standort“, sagt Blume. Direkt am S-Bahnhof Lichtenberg soll der Markt vom 4. November bis 26. Dezember stattfinden, wie in einer Anzeige steht, mit der Blume noch nach Schaustellern und Gastronomiegeschäften sucht.
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Berlins größter Weihnachtsmarkt hatte schon viele Umzüge hinter sich

Den genauen Ort wollte die Betreiberin jedoch noch nicht verraten. „Wir müssen erst die Anwohner schriftlich informieren und mit ihnen reden, dass vor ihrer Haustür ein Weihnachtsmarkt stehen wird. Das gehört sich so“, sagt Blume. Daher will sie auch noch keine Details zur Anzahl der Fahrgeschäfte und der Buden nennen. Nur eins verrät sie: „Der Winterzauber Berlin wird genauso groß wie einst der Wintertraum am Alexa. Und es wird unter anderem auch das traditionelle Riesenrad geben.“
Nach dem nun viele Berliner rätselten, wo denn nun der genaue Standort sein könnte, ließ jetzt Lichtenbergs Vize-Bürgermeister Kevin Hönicke (SPD) die Katze aus dem Sack. „Der Markt wird auf einer Brache an der Buchberger Straße an der Ecke zur Frankfurter Allee eine temporäre Heimat bekommen“, sagte er dem KURIER.
Auf dem Areal hinter dem „Rockhaus“ soll ein großes Bürohaus entstehen. Hönicke geht davon aus, dass der Markt Winterzauber Berlin nicht nur in diesem Jahr dort stattfinden wird - sondern auch 2023. Das Gelände reiche, um dort einen Weihnachtsmarkt in der Größenordnung wie einst am Alex aufbauen zu können, sagte er.

Der heutige Winterzauber Berlin mit seinen Vorgängern hat übrigens eine fast 100 Jahre alte Geschichte. Er gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten mit Rummel in der Stadt, stand erstmals in den 20er-Jahren am Lustgarten neben dem Berliner Dom, so Blume. Weitere Stationen waren zu DDR-Zeiten der Plänterwald, dann seit 1973 der Standort zwischen Alex und Jannowitzbrücke. „Zwischenzeitlich waren wir in den 90ern am Schloßplatz, als das Alexa gebaut wurde. Wir sind also Umzüge gewohnt.“
Neben dem „Winterzauber Berlin“ kündigt sich noch ein weiteres festliches Treiben in Lichtenberg an. Das Lichterspektakel „Weihnachten im Tierpark“ wird an den Abenden vom 18. November 2022 bis zum 15. Januar 2023 stattfinden. Neben Buden mit Glühwein und weihnachtlichen Leckereien führt ein etwa zwei Kilometer langer Rundweg vom Schloss Friedrichsfelde durch Teile des Tierparks vorbei an kunstvollen Lichtfiguren, märchenhaften Leuchtensembles und geheimnisvollen Illuminationen.
