Weltstar Anna Netrebko tritt am Freitag (15. September) in der Staatsoper Unter den Linden auf. Im Vorfeld gab es daran Kritik, da mancher der Künstlerin eine nicht zu tolerierende Nähe zum russischen Präsidenten Putin unterstellte. Nun äußerte sich der Chef der Berliner Staatsoper.
Intendant Matthias Schulz hat den Auftritt der österreichisch-russischen Star-Sopranistin Anna Netrebko im eigenen Haus erneut verteidigt. „Es ist, denke ich, auch ein sehr wichtiges Zeichen, dass Anna Netrebko auf so einer Bühne, die so klar ukrainisch positioniert ist, singt“, sagte Schulz im RBB-Inforadio. Die Sängerin habe ein Statement abgegeben, in dem sie den russischen Krieg gegen die Ukraine als solchen bezeichnet habe – „das wird oft zu wenig gesehen“, betonte Schulz vor dem Auftritt an diesem Freitag.
Anna Netrebko nicht als Sündenbock benutzen
Es sei wichtig, Netrebkos Handeln vor und nach dem Krieg zu unterscheiden. „Man muss auch aufpassen, Künstler nicht als Sündenbock zu benutzen, weil man an den eigentlichen Kriegstreiber nicht drankommt“, sagte der Intendant weiter.
Die 51-Jährige ist an diesem Freitag in Giuseppe Verdis „Macbeth“ in der Rolle der Lady Macbeth besetzt. Sie war wegen angeblicher Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Beginn des Ukraine-Krieges in die Kritik geraten.

