Die Corona-Zahlen steigen bundesweit, doch in Berlin liegen sie deutlich über dem Bundesschnitt. Bundesweit lag die Inzidenz am Donnerstag bei 76,9, in Berlin aber bei 83,2, wie aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb der vergangenen sieben Tage mit dem Virus infiziert haben. Am Vortag waren es in Berlin noch 80,5. Um diese Zahl einzuordnen: In Brandenburg ist die Inzidenz nicht mal halb so hoch mit 28,2. Im Sturm der Corona-Pandemie befinden sich jedoch derzeit zahlreiche Stadt- und Landkreise in West- und Süddeutschland, angeführt von Wuppertal mit einem Wert von 252,1 und Leverkusen mit 236,1.
Das im Vergleich zu Berlin etwa elfmal kleinere Wuppertal zählt mit 895 mehr Corona-Neuinfektionen als ganz Berlin mit 736 neuen Fällen. Dennoch fällt auf, dass Corona in der Hauptstadt weiterhin sehr ungleich verteilt ist. Kein einziger Bezirk weist derzeit eine Inzidenz von unter 50 auf. Mit 50,3 liegt Treptow-Köpenick hinten im Inzidenz-Ranking der Hauptstadt. Vorne liegen vier Bezirke mit Inzidenzen über 100: Trauriger Spitzenreiter ist Reinickendorf mit einem Wert von 120, gefolgt von Mitte mit 116, Neukölln mit 111,6 sowie Spandau mit 105,9. Diese vier Bezirke haben eines gemeinsam: Dort liegen dicht besiedelte Problem-Kieze, in denen sich die Pandemie stärker verbreitet als anderswo. Auch die Impfquoten sind dort nicht so hoch wie anderswo.
Keine neuen Todesfälle in Berlin: Hoffnung liegt auf Corona-Geimpften
Immerhin wurde in Berlin innerhalb der vergangenen 24 Stunden kein neuer Covid-Todesfall gemeldet. Es bleibt somit bei insgesamt 3593 Toten im Zusammenhang mit der vom Virus verursachten Krankheit. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten in Berlin beträgt seit Beginn der Pandemie 194.028, soweit diese offiziell registriert wurden.


