Tragischer Unfall an einer Straßenbahnhaltestelle in Berlin‑Prenzlauer Berg. Zwei Autos waren am Dienstagvormittag an der Greifswalder Straße Ecke Grellstraße zusammengestoßen und anschließend in die Haltestelle geschleudert worden. Dort traf eines der Fahrzeuge einen Mast, der umknickte und einen Wartenden tödlich verletzte. Vier weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
An BVG-Haltestelle: BMW und Toyota kollidieren nach Wendemanöver
Unfallort: Fast direkt am S-Bahnhof Greifswalder Straße, gegen 10.10 Uhr. Am Crash beteiligt waren zwei Autos. Ein weißer BMW und ein weißer Toyota. Die genaue Unfallursache ist noch nicht bekannt. Ersten Zeugenaussagen zufolge versuchte die Fahrerin des weißen Toyota zu wenden und kollidierte dabei mit dem BMW. Beide Fahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und schleuderten in die BVG-Haltstelle.
„Dabei knickte ein Mast um und traf einen Mann“, sagt Polizeisprecher Jan Misselwitz zum KURIER. Der Mann wartete dort wohl auf die Straßenbahn.
Ein Mann stirbt, vier weitere Personen werden verletzt
Hilfe kam zu spät. „Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr Berlin. Der Mann starb noch an der Unfallstelle, bestätigt der Polizeisprecher dem KURIER.
Vier weitere Menschen wurden am Vormittag verletzt, unter ihnen waren demnach auch Insassen der beiden Autos. Mindestens zwei Menschen erlitten schwere Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gefahren.
Angaben zu Alter oder Geschlecht lagen zunächst nicht vor. Seelsorger kümmerten sich um Augenzeugen, die unter Schock standen. Der Straßenbahnverkehr wurde unterbrochen. Gegen 12.45 Uhr fuhren zumindest die BVG-Straßenbahnen Richtung Weißensee wieder.

Für den Einsatz von Feuerwehr und Polizei wurde die Unfallstelle weiträumig für mehrere Stunden für den Straßenverkehr gesperrt. Die Polizei forderte die Autofahrer auf: „Bitte umfahren Sie den Bereich möglichst weiträumig.“
Zurzeit untersuchen Ermittler der Polizei die Haltestelle, sichern Spuren und vermessen mithilfe von Drohnen und Scannern den Unfallort. „Dies dient einer besseren Rekonstruktion des Unfallhergangs“, heißt es.
Zunächst war von einem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn die Rede. Die Berliner Feuerwehr stellte jedoch klar: Beteiligt waren ausschließlich zwei Autos, eine Tram war nicht involviert.


