Furchtbarer Vorfall im Berliner Südwesten. In einem Supermarkt in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) hat es am Montagabend einen Raubüberfall gegeben. Kunden und Mitarbeiter waren noch vor Ort. Was bisher über die Tat bekannt ist.
Raubüberfall auf Marienfelder Edeka
So etwas möchte wirklich niemand erleben. Wie eine Polizei-Sprecherin gegenüber dem KURIER berichtet, hat der Täter kurz vor Ladenschluss um 20 Uhr den Edeka Wiesemann in der Marienfelder Allee 101 gestürmt. Ein paar letzte Kunden waren wohl noch vor Ort sowie eine Handvoll Mitarbeiter.
Dort soll er eine 32-jährige Mitarbeiterin und einen 22-jährigen Mitarbeiter mit einem Messer bedroht und in den Lagerbereich gedrängt haben. Der Unbekannte habe die Herausgabe von Geld gefordert und die beiden an Händen und Füßen gefesselt.

Alles ging offenbar sehr schnell: Als die Polizisten schließlich am Tatort des Raubüberfalls eintrafen, hatte der Täter bereits mitsamt Beute die Flucht ergriffen. Die Edeka-Mitarbeiter erwarteten die Beamten an der Glas-Schiebetür des Supermarkts. Die Frau und der Mann erlitten oberflächliche Verletzungen im Bereich der Handgelenke und standen unter Schock.
Die ersten Ermittlungen der Polizei vor Ort dauerten bis in den späten Abend hinein. Die Zeugen, die alles miterlebt hatten, wurden befragt. Außerdem rückte die Spurensicherung an, ebenso die Kriminalpolizei – die nun die weiteren Ermittlungen zum Raubüberfall übernimmt.
Was dem Täter jetzt droht
Sollten sich die bisherigen Erkenntnisse bestätigen, droht dem Täter eine empfindliche Haftstrafe. Juristisch dürfte insbesondere der Vorwurf des schweren Raubes geprüft werden. Dieser kann – abhängig vom genauen Tatablauf und der Frage, ob Waffen eingesetzt wurden – mit mehreren Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

