Wenn das Wetter schön ist, zieht es viele raus in die Natur. Nur: Wohin? Berlin ist voller kleiner, versteckter Juwelen – vor allem am Stadtrand lassen sich viele hübsche Winkel entdecken. Heute haben wir einen Vorschlag für eine Tour, die nicht zu lang ist und der ganzen Familie Spaß macht: Mit Berlins schönster Straßenbahn geht es zur Woltersdorfer Schleuse – und hier kann nach kleiner Wanderung ein herrlicher Aussichtsturm besichtigt werden.
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Diese Wanderung ist perfekt, um Berlin mit Kindern zu entdecken
Los geht es am S-Bahnhof Rahnsdorf – die Anreise hierher ist bequem mit der S-Bahn-Linie S3 möglich. Am S-Bahnhof startet die Woltersdorfer Straßenbahn, die nicht nur mit nostalgischem Charme punktet, sondern noch eine andere Besonderheit hat: Seit der Eröffnung im Jahr 1913 gab es zwar mehrere Pläne, die Linie auszubauen, doch sie ist bis heute nur 5,6 Kilometer lang, der Betreiber gehört damit zu den kleinsten Straßenbahnbetrieben Deutschlands.
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Die Passagiere nehmen Platz in einem nostalgischen Wagen, der noch heute herrliches DDR-Flair ausstrahlt, dann zuckelt der kleine Zug durch den Köpenicker Forst und die Gemeinde Woltersdorf. Der letzte Halt der historischen Straßenbahn ist die Station Woltersdorfer Schleuse.
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Sie verbindet Flakensee und Kalksee, ist damit auch eine Verbindung zwischen den Rüdersdorfer Gewässern und den Ausläufern der Spree, bewältigt einen Höhenunterschied von etwas mehr als zwei Metern. Über eine Fußgängerbrücke geht es über die Schleuse auf die andere Seite.

Hier erwartet die Besucher die Rüdersdorfer Heide, ein Waldstück, in dem es sich herrlich wandern lässt. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist der Woltersdorfer Aussichtsturm auf dem Kranichsberg: 90 Treppenstufen führen auf die obere Etage des Turms – von einer gläsernen Plattform aus können die Besucher hier einen beeindruckenden Blick auf die Wälder und Seen werfen, die ringsum liegen. Der Turm ist sonnabends, sonntags und an Feiertagen von jeweils 10 bis 16 Uhr geöffnet.
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Der Aussichtsturm wurde bereits 1962 gebaut, ist 25 Meter hoch
Er ermöglicht nicht nur einen tollen Blick auf die umliegende Landschaft, sondern ist selbst ein echtes Relikt: Der „Verschönerungsverein Kranichsberg“, der schon im Jahr 1884 gegründet wurde, baute 1886 den ersten Turm dieser Art. Der „Kronprinz-Friedrich-Turm“ war 18 Meter hoch, brannte allerdings im Zweiten Weltkrieg ab. 1962 wurde dann ein neuer Turm errichtet, der mit 25 Metern sogar etwas höher ist.

Ab 1976 nutzte die Stasi den Turm als Sendeturm – doch nach dem Fall der Mauer war der Aussichtspunkt ab 1990 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute kostet der Eintritt 2 Euro für Erwachsene und 50 Cent für Kinder. Die Holztreppen im Inneren führen zur Aussichtsplattform – und im Inneren zeigt außerdem eine Dauerausstellung Interessantes aus der Geschichte von Woltersdorf.
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