Schon seit rund zehn Jahren gibt es einen Freizeit-Trend, der auch in Deutschland immer mehr Fans findet: Escape Rooms. Bei diesen Spielen lassen sich die Spieler in speziell ausgestattete Räume einsperren – und haben dann meist eine Stunde Zeit, um daraus zu entkommen. Das klingt recht schnöde, aber: Jeder Escape Room ist ein eigenes kleines Abenteuer und entführt die Teilnehmer in eine völlig andere Welt. Und wird damit auch zur schnellen Flucht aus der Realität.
Der Trend kam ursprünglich aus dem asiatischen Raum, schwappte vor etwa zehn Jahren nach Europa. Die Idee: Escape Rooms sollten Computerspiele in die Realität holen. Auf dem PC konnten Spieler schon lange fremde Welten erkunden, dabei Rätsel lösen und Aufgaben erfüllen, etwa bei „Point-and-Click-Adventures“. Ein Escape Room ist nichts anderes als das, nur eben nicht auf dem Bildschirm, sondern in der Wirklichkeit.
In Escape Rooms werden die Spieler meist für eine Stunde eingeschlossen
Die Spieler werden hier für eine Stunde eingeschlossen. Im Raum befinden sich neben thematisch passenden Kulissen und Dekoration auch jede Menge Aufgaben und Rätsel. Gegenstände müssen kombiniert, Codes entschlüsselt und Schlösser geknackt werden. Bei manchen Escape Rooms ist es die Aufgabe, aus dem Zimmer zu entkommen, andere haben eine bestimmte Mission – so soll etwa ein Gemälde aus einer Kunstausstellung gestohlen oder ein Mörder überführt werden.

In ganz Deutschland gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter für Escape Rooms – und auch in Berlin ist die Vielfalt groß. Zu den bekannten Größen der Szene gehört etwa „The Room“ in der Ruschestraße in Lichtenberg: Die Escape Rooms des Unternehmens wurden schon mehrfach von Spiele-Fans auf der ganzen Welt zu den besten Räumen der Branche gewählt. Aktuell werden hier vier Abenteuer angeboten: Bei „Go West“ müssen die Spieler etwa von einem DDR-Wohnzimmer in den Westen fliehen, bei „The Lost Treasure“ erkunden die Teilnehmer ein Versteck des Entdeckers Alexander von Humboldt und finden seinen verlorenen Schatz.
Escape Rooms in Berlin: Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter
Zu empfehlen sind auch die Spiele des Anbieters „Finale Escape“ in der Prenzlauer Allee in Prenzlauer Berg – hier können die Spieler neben einem Gefängnisausbruch auch ein Piratenschiff erkunden. Bei „Illuminati Escape“ schlüpfen die Spieler in die Rollen von Geheimagenten, die an verschiedenen Orten auf der Welt ihre Missionen erfüllen müssen, etwa in der Wüste von Nevada oder einem Casino in China.

Im erst kürzlich eröffneten „Miraculum“ in der Stresemannstraße tauchen die Spieler in die Welten verschiedener Bücher ab – der Laden ist wie ein altes Antiquariat gestaltet und bietet unter anderem das Spiel „The Golden Phoenix“, bei dem die Spieler in die Welt der Zauberei abtauchen und den Zauberstab schwingen dürfen. Und am Checkpoint Charlie gibt es das „House of Tales“, das die Spieler unter anderem in die Welt der Pyramiden und in die Zeit des Kalten Krieges entführt.
