Früher gehörte es in die Liste der Top-Ferien-Ideen – und auch heute wird es wieder beliebter bei Groß und Klein: das Wandern. Nur: Ist Berlin eine geeignete Stadt zum Wandern? Muss man dafür nicht an den Stadtrand? Nein! Was viele nicht wissen: Berlin verfügt über ein herrliches Netz aus Wanderwegen. Die „20 grünen Hauptwege“ führen zwar durch das Stadtgebiet, verbinden dabei aber die herrlichsten Parks, Grünanlagen und Wälder Berlins zu einem riesigen, grünen Netz – und führen dabei auch immer wieder an spannenden Sehenswürdigkeiten vorbei.
Erst kürzlich berichtete der KURIER über die 20 Wanderwege, weil ein KURIER-Reporter den Heiligenseer Weg bezwang, der auf rund 25 Kilometern vom Berliner Hauptbahnhof über den Plötzensee, durch die Rehberge und vorbei am Tegeler See bis zum S-Bahnhof Heiligensee führt. Eine herrliche Wanderung, die aber vor allem ein Problem aufwirft: Für Familien mit Kindern dürfte sie eher ungeeignet sein – zu lang scheint der Weg.
Die grünen Hauptwege verbinden die Parks und Gärten der Stadt
Doch die Berliner Wanderwege, die sich zum grünen Wege-Netz der Hauptstadt verbinden, bieten einen Vorteil: Jeder Weg kann, aufgrund der guten Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, auch in Etappen absolviert werden. Ein gutes Beispiel ist der Kaulsdorfer Weg: Er führt vom S-Bahnhof Treptower Park über die Stralauer Halbinsel, durch Karlshorst und Biesdorf bis zum S-Bahnhof Mahlsdorf. Rund 17 Kilometer sind das. Klingt viel, ist in Etappen aber nur halb so wild.

Eine schöne Tour ist schon die Wanderung vom Treptower Park entlang der ausgeschilderten Strecke bis zur Treskowallee – bevor es in Richtung Biesdorf geht, kann man hier leicht abbiegen und vom U-Bahnhof Tierpark nach Hause fahren. Vom U-Bahnhof Tierpark geht es dann mit kleiner Wanderung um den Biesdorfer Baggersee bis zum U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz – und die letzte Etappe führt von hier über den Berliner Balkon bis zum S-Bahnhof Mahlsdorf. Ein Wanderweg, drei Touren.
Ein anderes Beispiel ist der landschaftlich sehr schöne Wuhletalwanderweg – er führt von der Wuhlemündung in Köpenick bis nach Ahrensfelde. Insgesamt ist er 16 Kilometer lang, aber auch einzelne Etappen lohnen sich.

So kann man bequem vom S-Bahnhof Köpenick in Richtung Norden starten und sieben Kilometer bis zum S- und U-Bahnhof Wuhletal laufen. Die nächste Etappe führt dann vom Bahnhof Wuhletal zum Kaufpark Eiche, rund sechs Kilometer geht es hier unter anderem vorbei an Wuhleteich und Kienbergpark – unterwegs warten sogar mehrere Spielplätze.
Wandern in Berlin: Von Bullengrabenweg bis Spreeweg ist alles möglich
Außerdem gibt es einzelne Wanderwege, die auch insgesamt für Familien gut machbar sind. Etwa der Bullengrabenweg – er ist mit sieben Kilometern Länge der kürzeste aller grünen Hauptwege, führt von der Berliner Stadtgrenze nahe Seeburg über den Grünzug des Bullengrabens bis zum Havelufer südlich der Spandauer Altstadt. Auch der Britz-Buckow-Weg ist mit seinen zehn Kilometern nicht schwer zu bezwingen: Er startet am ehemaligen Dorfanger in Alt-Tempelhof und endet an der südlichen Stadtgrenze im Neuköllner Ortsteil Buckow.







