Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI am Beginn der vierten Corona-Welle: Die Fallzahlen steigen bundesweit, doch diesmal trifft es viel stärker die Jüngeren als Ältere, von denen viele bereits durchgeimpft sind. Und es gibt erhebliche regionale Unterschiede.
Immer noch wird im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von Inzidenzen gesprochen – denn es ist der Indikator, der frühzeitig anzeigt, wie sich die Lage entwickelt, noch bevor die Intensivstationen möglicherweise wieder mit Covid-Patienten gefüllt sein werden. Das ist derzeit nicht der Fall. Laut Lagebericht sind in Berlin weniger als fünf Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten gefüllt. Die 7-Tage-Inzidenz ist in der Hauptstadt sogar leicht zurückgegangen und erreicht nun stadtweit einen Wert von 67,3. Am höchsten liegt sie in den Bezirken Mitte (88,9), Neukölln (85,8) und Friedrichshain-Kreuzberg (85,4), am niedrigsten weiterhin in Treptow-Köpenick mit 36,5.
In der Hauptstadt stecken sich vor allem Jüngere an
Diese Zahlen stehen vor dem Hintergrund, dass inzwischen fast 60 Prozent der Berliner vollständig geimpft sind. Der Effekt zeigt sich darin, dass weiterhin viele Corona-Fälle vor allem bei Reise-Rückkehrern auftreten. Intensivmediziner müssen sich allerdings vor allem um ungeimpfte Covid-Patienten kümmern. Es sterben weiterhin Menschen an Covid in der Hauptstadt: Drei waren es laut Lagebericht innerhalb von 24 Stunden. 471 neue Covid-Fälle wurden bekannt. Das waren etwas weniger als am Vortag und am Mittwoch vor einer Woche. Neue Infektionen werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen festgestellt. Auch bei den jungen Menschen im Alter zwischen 20 und 30 sind die Zahlen höher. Bei den über 50-Jährigen liegen sie dagegen sehr niedrig.



