Seit Anfang der Woche blockieren in Berlin Aktivisten der Bewegung „Aufstand der letzten Generation“ immer wieder massiv Autobahnen und Bundesstraßen. „Wir sehen es als unabdingbar an, mit diesem entschlossenen zivilen Widerstand die Regierung, auf dem todbringenden Pfad in die Klimakatastrophe, zum Einlenken zu bringen.“, sagen sie und bringen so manchen ausgebremsten Autofahrer ordentlich auf die Palme. An der A 100 eskalierte jetzt der Streit sogar, einer der Autofahrer schlug einer der Demonstrantinnen ins Gesicht.
TW: Gewalt
— Essen Retten - Leben Retten 🌾 (@AufstandLastGen) January 28, 2022
Eine junge Frau wird von einem Autofahrer an der #A100 ins Gesicht geschlagen, als sie bei einer Blockade von #EssenRettenLebenRetten vermittelt.
Menschen setzen sich diesem Risiko aus, weil die Welt kurz vor dem #Klimakollaps steht…
🎥@DanniPilger pic.twitter.com/qBv4ZBicMx
Wie auf einem Twitter-Video zu sehen ist, wütet der Autofahrer und fordert die Demonstranten mit unflätigen Worten auf, die Straße zu räumen. Auf dem Höhepunkt des Wortwechsels mit einer jungen Frau, schlägt der massige Mann zu.
Aktivisten Widerstand gewohnt
Dabei sind die Aktivisten Härte auch gegen sich selber gewohnt: „Wir sind ein Teil der Menschen, die im September 2021, vor der Bundestagswahl, einen Hungerstreik im Regierungsviertel durchgeführt und später das daraus entstandene öffentliche Gespräch mit Olaf Scholz über den Klimanotstand geführt hat“, schreiben sie. Im Gespräch mit Scholz hatten sie schon Forderungen nach einem Lebensmittel-retten-Gesetz und einer Agrarwende bis 2030 gestellt. Weil die Regierung auf diese nicht eingegangen sei, werde nun protestiert.
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Auch in anderen Städten sind Blockaden geplant
„Kommende Woche werden wir die Blockaden auf andere Städte in Deutschland ausweiten, bis die Regierung ihrer Verantwortung nachkommt“, so die Aktivisten weiter.
Ihre Forderungen: Supermärkte dürfen nach dem Vorbild Frankreichs noch essbare Lebensmittel nicht wegwerfen. Außerdem soll die neue Bundesregierung innerhalb der ersten 100 Tage gesetzliche Maßnahmen für eine echte Agrarwende bis 2030 festlegen.
