Trotz der Legalisierung von Cannabis blüht das Geschäft mit Rauschgift in Berlin. Die Polizei verzeichnet einen deutlichen Zuwachs bei Straftaten mit harten Drogen.
„Bei den harten Drogen wie Kokain, Heroin, Ecstasy und Crack sehen wir einen Anstieg bei den registrierten Taten von insgesamt circa 15 Prozent“, sagt Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel der dpa.
Anstieg bei bestimmten Drogen sehr hoch
Besonders stark fiel der Anstieg bei bestimmten Substanzen aus. „Bei Kokain einschließlich Crack waren es ungefähr plus 10 Prozent, bei Amphetaminen plus 20 Prozent.“ Eine Ausnahme bilde Heroin: Die damit verbundenen Delikte gingen um etwa 15 Prozent zurück – was die Polizeipräsidentin auch mit der sinkenden Verbreitung der Droge erklärt.

Offizielle Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs
Doch die offiziellen Zahlen zeigen aus Sicht der Polizei nur einen Teil der Realität. Slowik Meisel machte deutlich, dass es sich dabei ausschließlich um das sogenannte Hellfeld handelt. Wie viel Rauschgift tatsächlich nach Berlin geschmuggelt, hier verkauft und konsumiert wird, lasse sich nur schwer beziffern.
Hinweise liefern unter anderem die Drogenkonsumräume der Stadt. Und da sprangen die Zahlen an: „Die Zahl der Konsumbesuche ist von 19.000 auf 25.000 gestiegen“, sagte die Polizeipräsidentin. „Dabei spielt sich der größte Teil des Konsums natürlich nicht im Konsumraum, sondern woanders ab. Auch das lässt ahnen, wie hoch wohl das Dunkelfeld ist.“
Illegaler Cannabismarkt boomt weiter
Trotz der Zunahme bei harten Drogen ist die Gesamtzahl der von der Berliner Polizei registrierten Drogendelikte im Jahr 2025 gesunken – um rund 25 Prozent. Der Grund liegt vor allem in der Cannabis-Legalisierung, durch die Besitz und Konsum in vielen Fällen nicht mehr strafbar sind.




