Bundesweit geht die Corona-Inzidenz zurück, doch in Berlin steigen die Zahlen! Voll besetzte Restaurants, Menschentrauben in Shoppingmalls, Neuköllner Kneipen und auf Weihnachtsmärkten: Viele Berliner agieren kurz vor Weihnachten so, als sei die Corona-Pandemie vorbei. Das Gegenteil ist der Fall: Erneut sind laut Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung mehr Menschen neu an Corona erkrankt.
Zwei Ost-Bezirke treiben die Corona-Zahlen in Berlin an
Zehn Covid-Tote innerhalb nur eines Tages wurden gemeldet, 2488 Neuinfektionen nähren den Verdacht, dass sich in der Hauptstadt bereits die fünfte Welle formiert. Dabei gehen die Zahlen bundesweit laut Robert-Koch-Institut (RKI) zurück. 280,3 beträgt die 7-Tage-Inzidenz bundesweit. In Berlin ist sie nunmehr auf 333,6 gestiegen.
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Was ist da los? Es fällt auf, dass die Inzidenz in einem Bezirk sinkt, nämlich Steglitz-Zehlendorf. Dort beträgt sie inzwischen nur noch 172,3. Entgegengesetzt sieht die Lage in den Ost-Bezirken aus: Marzahn-Hellersdorf weist eine Inzidenz von 416,7, Treptow-Köpenick 454,2. Auch deutschlandweit sind es die Ost-Bundesländer, die weiterhin die höchsten Inzidenzen aufweisen. In Bayern dagegen gehen die Zahlen wieder spürbar zurück.
Baut sich in Berlin unerkannt eine massive Corona-Welle durch Omikron auf?
Den Daten der Gesundheitsverwaltung zufolge scheint Omikron weiterhin noch keine entscheidende Rolle zu spielen: Demnach werden 99,2 Prozent der aktuellen Infektionen von der Delta-Variante des Coronavirus ausgelöst. Doch Corona-Experten verweisen darauf, dass viele Corona-Abstriche nicht sequenziert werden, und die Ergebnisse verzögern sich teils um bis zu 14 Tage. Es kann also sein, dass dies erst der Anfang einer massiven fünften Corona-Welle ist, die durch die hochansteckende Omikron-Variante befeuert wird.





